Piccolo in DBZ
Piccolo in DBZ: Vom wiedergeborenen Bösewicht zum ehrenvollen Mentor
Piccolo ist eine der faszinierendsten Figuren der Dragon Ball-Saga: Ursprünglich als Antagonist geboren – die Reinkarnation des bösartigen King Piccolo – entwickelt er sich Schritt für Schritt zu einem unverzichtbaren Verbündeten der Z-Krieger. Sein Werdegang zeigt sowohl die Möglichkeit der Erlösung als auch die moralische Komplexität, die Toriyama in die Serie eingeführt hat.

Herkunft und Doppelstatus (King Piccolo → Piccolo Jr. → Namekianer)
Piccolo erscheint zunächst als Reinkarnation von King Piccolo – eine rachsüchtige, kalkulierende Figur. Später enthüllt die Geschichte, dass Piccolo zur Rasse der Namekianer gehört, was seine Herkunft differenziert und Elemente wie die Entstehung der Dragon Balls und die Fusion zwischen Namekianern einführt. Diese Offenbarungen sind der Ausgangspunkt seiner langsamen Entwicklung.
Vom Feind zum Mitstreiter
Nach seiner Niederlage gegen Son Goku in Dragon Ball kehrt Piccolo in DBZ als Gegner zurück, der sich aus Notwendigkeit mit den Helden verbündet. Die erste große Allianz entsteht im Kampf gegen Raditz, in dem Piccolo eine Schlüsselrolle bei der Neutralisierung der Bedrohung spielt. Statt ein statischer Antagonist zu bleiben, verbindet er sich zunächst aus Zweckmäßigkeit – und später aus Respekt und Zuneigung – mit den Helden.
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Die Schlüsselrolle als Mentor für Gohan
Einer der größten emotionalen Wendepunkte der Serie ist die Beziehung zwischen Piccolo und Gohan. Nach dem Kampf gegen Raditz und dem vorübergehenden Verlust einiger Helden nimmt Piccolo Gohan unter seine Fittiche, um ihn auf die Ankunft der Saiyajins vorzubereiten. Dieses harte Training führt zu einer unerwarteten und tiefen Bindung: Piccolo wird Lehrer, Beschützer und eine Art Ersatzvater für Gohan – ein kraftvoller Kontrast zu seiner Vergangenheit als Tyrann.
Opfer und Konsequenzen: Aus Zuneigung wird Schutz
Während der Saiyajin-Invasion vollbringt Piccolo eine entscheidende Tat, die seine Entwicklung besiegelt: Er opfert sich, um Gohan zu retten. Dieses Opfer hat auch kosmische Auswirkungen – bedingt durch seine mystische Verbindung zu Gott (Kami) – und zwingt die Erzählung, seine Rolle innerhalb der Gruppe neu zu bewerten.

Die Fusionen: Nail, Kami – Wachstum in Kraft und Identität
Piccolo nutzt eine zentrale Fähigkeit der Namekianer: die Fusion. Auf Namek fusioniert er mit Nail, um Freezer entgegenzutreten; später auf der Erde vereint er sich wieder mit Kami – seinem „guten“ Gegenstück – und wird dadurch zu einer vollständigen Entität. Diese Fusionen sind sowohl narrative Werkzeuge (Kraftsteigerung) als auch Symbole (Versöhnung seiner zerstörerischen und beschützenden Seiten).
Themen, die die Figur verkörpert
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Erlösung: Piccolo ist der Archetyp des Bösewichts, der durch Wahl und Bindung zum Helden wird. Seine Entwicklung stellt die Frage, ob eine ursprüngliche Natur einen Charakter für immer festlegt.
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Mentorschaft und Vaterschaft: Seine Beziehung zu Gohan ist einer der emotional stärksten Handlungsstränge der Saga – manchmal prägender als der Einfluss Gokus auf seinen Sohn.
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Zusammengesetzte Identität: Die Fusion mit Kami (und mit Nail) verdeutlicht, dass Identität wandelbar und zusammensetzbar ist – Piccolo wird „mehr als die Summe seiner Teile“.
Schlüsselmomente
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Erscheinen als Reinkarnation von King Piccolo (Ende Dragon Ball)
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Allianz gegen Raditz und aktive Rolle zu Beginn von DBZ
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Gohans Training und Opfer während der Saiyajin-Saga
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Entscheidende Fusionen (mit Nail auf Namek, später Wiedervereinigung mit Kami), die seine Stellung in der Mythologie verändern

Fazit: Eine moralische und strategische Säule von DBZ
Piccolo ist eines der besten Beispiele für Charakterentwicklung in Dragon Ball Z: vom egoistischen Monster zum opferbereiten Lehrer – und dennoch mit einer dunklen Seite, die ihn glaubwürdig und interessant macht. Sein Handlungsbogen zeigt, wie die Serie Macht (Fusion, Training) und Emotion (Mentorschaft, Opfer) kombiniert, um einen Antagonisten in eine zentrale und respektierte Figur zu verwandeln. Er bietet eine ernste, nuancierte Gegenstimme zu Gokus optimistischem Schwarz-Weiß-Denken – und genau dieser Kontrast bereichert die Saga.
